Essen & Trinken in Tansania — was muss man probieren?
Tansania ist kein kulinarisches Reiseziel im klassischen Sinne. Man fährt nicht dorthin wegen des Essens. Aber einmal dort entdeckt man, dass es mehr zu probieren gibt als erwartet — und dass manches einfach perfekt ist.
Ugali — die unverrückbare Grundlage
Ugali ist Tansanias nationaler Grundnahrungsbestandteil: ein dicker Brei aus Maismehl, gekocht bis er eine feste, tonartige Masse wird. Man isst ihn mit den Händen, reißt ein Stück ab, rollt es zu einer kleinen Schale und schöpft damit Eintopf, Bohnen oder Spinat. Es schmeckt nach nichts — bis man versteht, dass es als neutrales Vehikel für Geschmack gedacht ist. Nach einer Woche beginnt man, es zu lieben.
Nyama Choma — gegrilltes Fleisch
Wörtlich "gegrilltes Fleisch". Ziege, Huhn oder Rind, über Holzkohle geröstet bis die Außenseite knusprig und das Fleisch trocken aber duftend ist. Man isst es immer mit Kachumbari — einer frischen tansanischen Salsa aus Tomate, Zwiebel, Koriander und Pfeffer. Das ist Fastfood, Festmahlzeit und alltägliches Mittagessen zugleich.
Chipsi Mayai — das verborgene Juwel
"Chipsi Mayai" bedeutet Pommes-Omelett. Pommes werden in ein Omelett eingebacken, mit Sauce serviert. Es klingt seltsam. Es ist köstlich. Man findet es an jeder Straßenecke in Arusha und Dar es Salaam für ein paar hundert Schilling.
Sansibar-Pizza
Das hat nichts mit italienischer Pizza zu tun. Eine Sansibar-Pizza ist ein pfannkuchenartiger Teig gefüllt mit Fleisch, Zwiebel, Ei und manchmal Nutella (als Dessert), gefaltet und auf einer Eisenplatte gebacken. Man isst sie auf dem Forodhani-Nachtmarkt in Stone Town. Pflicht.
Chai und Kokosnuss
Frische Kokosnuss (Dafu) ist auf Sansibar allgegenwärtig — gekühlt, von Straßenverkäufern für einen Dollar angeboten. Der ultimative Durstlöscher nach einer Pirschfahrt. Chai (süßer Tee mit Milch und Gewürzen) trinkt man immer, überall, mit allen. Lehnen Sie nie eine Tasse Chai ab — es ist eine Geste der Gastfreundschaft.
Für Vegetarier
Tansania ist nicht das einfachste Land für Vegetarier, aber es ist durchaus möglich. Bohnen, Linsen, Spinat, Reis und Chapati sind überall. Sagen Sie immer im Voraus "sijui nyama" (ich esse kein Fleisch) — dann passt der Koch sich an.
Was man meiden sollte
Leitungswasser trinkt man nie — immer Flaschenwasser. Rohes Gemüse bei Straßenständen waschen wir immer. Eiswürfel in lokalen Bars sind eine Grauzone. Auf Safari in einer Lodge oder einem Camp ist alles sicher — die Küchen sind für internationale Besucher eingerichtet. Wir geben vor der Abreise immer ein ausführliches Gesundheits-Briefing.