Ein Gepard erreicht in drei Sekunden eine Höchstgeschwindigkeit von 112 km/h. In der Natur dauert eine Jagd durchschnittlich vier bis zwölf Sekunden. Wenn Sie Glück haben, sehen Sie sie von Anfang bis Ende. Es sind die schnellsten, intensivsten und flüchtigsten Sekunden, die die afrikanische Savanne zu bieten hat.
Warum der Gepard schwer zu sehen ist
Geparden sind seltener als Leoparden und werden weltweit auf etwa 7.000 geschätzt. Sie sind tagaktiv — im Gegensatz zu Leoparden — aber ihr geflecktes Fell geht vollständig im trockenen Gras auf.
Die Serengeti-Technik
Vertrauen Sie Ihrem Guide, aber lernen Sie auch selbst zu suchen. Geparden wählen Aussichtspunkte: einen Termitenhügel, einen einzelnen Felsen, einen umgefallenen Baum. Scannen auch Sie den Horizont — suchen Sie nach einem größeren, schlankeren Punkt, der aufrecht sitzt.
Die zweite Technik: Folgen Sie den Gazellen. Gazellen verhalten sich anders, wenn ein Raubtier in der Nähe ist — sie bewegen sich nervös und schauen alle in dieselbe Richtung. Das ist Ihr Hinweis.
Beste Orte
Ndutu-Ebenen (südliche Serengeti): der beste Ort in Tansania. Während der Kalbszeit (Dezember–März) sind hier Tausende von Gnukühen — Geparden wissen das auch.
Die Jagd selbst
Wenn Sie einen Geparden auf einem Termitenhügel stehen sehen und seine Augen sich zusammenziehen: Kamera bereit. Kein Schreien. Kein Fenster öffnen. Geparden erschrecken leicht. Wenn die Jagd erfolgreich ist: Geben Sie dem Geparden Raum.